Russischer Konvoi in der Ukraine

Nachdem der Konvoi tagelang aufgehalten und kontrolliert werden sollte, ist er schliesslich doch in die Ukraine nach Luhansk gefahren und hat dort die Güter ausgeladen. Dies ist ein klarer Punktsieg für Putin und Russland. Es ist unwahrscheinlich, dass wirklich Waffen mit den LKWs transportiert wurden, denn es kommt auch anderweitig Nachschub zu den Separatisten.

Für Russland wäre es völlig unnötig Waffen zu liefern und mit dem Hilfskonvoi konnten sie die Ukraine und den Westen blamieren. Wäre der Konvoi nicht durchgefahren, hätte Russland die Ladung ausladen können und zeigen können, was transportiert worden wäre. So konnten sie zeigen, dass sie den Menschen helfen möchte, während die ukrainische Regierung nur Krieg führt und der Westen zuschaut.

Die ukrainische Regierung stellt sich sowieso von Anfang an ziemlich blöd an und Sympathie möchte nicht wirklich aufkommen. Natürlich ist es für das ukrainische Volk besser, wenn keine korrupten Politiker mehr an der Macht sind und die Abhängigkeit von Russland weniger wird. Aber ob die neue Regierung und der neue Präsident wirklich besser sind, muss sich erst noch herausstellen.

Russland ist aber mittlerweile wohl auch klar, dass es die Ostukraine nicht bekommen wird. Die Krim können sie behalten, aber die Ostukraine wird in der Ukraine bleiben. Die Sanktionen haben dies klar gemacht. Allerdings kann Putin weiterhin etwas zündeln und die ukrainische Regierung etwas provozieren. Die Bilder aus dem Osten sind nicht gerade Pluspunkte für Poroschenko und je länger die Kämpfe dauern, umso schneller wird sein Rückhalt schwinden. Militärisch werden die Separatisten nur schwer besiegt werden können, aber diplomatische Lösungen kommen für die ukrainische Regierung momentan noch nicht in Frage.

Erst wenn Politiker an der Macht sind, die mit den Separatisten ernsthaft verhandeln wollen und auch Lösungen anbieten, die für die Bevölkerung im Osten akzeptabel sind, wird es ruhiger werden. Natürlich bekommt Poroschenko aus dem Ausland Unterstützung, aber wenn der Westen merkt, dass es die Ausgaben nichts bewirken und Poroschenko eher ein Hindernis ist, wird er fallen gelassen. Die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland sind mehr wert, als die momentane ukrainische Regierung. Gerade weil man die russische Unterstützung noch bei anderen Krisen, wie im Irak und Syrien, benötigen könnte.

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