Das Schlepper-Geschäft mit den Flüchtlingen

Das Schmuggelgeschäft mit den Flüchtlingen über das Mittelmeer war bis jetzt ja schon sehr ertragsreich, aber nun kommt eine neue Masche auf. Die Flüchtlinge werden auf Boote ohne Schmuggler gesetzt und somit wird der Aufwand noch geringer. Das Boot ist dann zwar ein Totalverlust, aber das war jetzt meistens doch auch nicht anders. Und Seelenverkäufer findet man dort bestimmt noch einige. Doch was ist die Lösung?

Hilft es Europa abzuschotten, Frontex zu verschärfen und auf das Prinzip „Abschreckung“ zu setzen? Eher nicht. Es werden trotzdem immer wieder Menschen versuchen, nach Europa zu fliehen und es erhöht höchstens den Gewinn der Schmuggler. Und natürlich müssen wir den Menschen, die es zu uns geschafft haben, helfen. Das ist unsere Pflicht. Allerdings können wir, wie es immer so schön heißt, auch nicht alle aufnehmen. Wir haben in manchen Ländern (Spanien, Italien, Österreich) eh schon eine hohe Arbeitslosenquote und ob die Flüchtlinge immer gut ausgebildet sind, ist auch die Frage. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese glücklich sind, wenn sie hier nicht arbeiten können sondern immer nur auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Die Anrainerstaaten wie z.B. Libyen bezahlen, dass sie die Flüchtlinge schon dort aufhalten, ist auch keine Lösung. Damit verdienen sich nur die Menschen dort eine goldene Nase und für die Flüchtlinge ist es auch nicht optimal. Den einzigen, denen es hilft, sind wir. Aber ob es unser Gewissen beruhigt? Nun ja, wir bekommen davon wenig mit, also scheint es ja zu helfen.

Man muss den Menschen wohl schon in ihren Herkunftsländern helfen. Ihnen dort eine Zukunft ermöglichen. Afrika hat doch auch Ressourcen, die Menschen sind nicht dumm, also warum sollten sie nicht auch etwas aufbauen, so wie wir in Europa etwas aufgebaut haben? Ein Problem ist, dass häufig Menschen an der Macht sind, die sich und ihre Anhängerschaft gerne bereichern oder unfähig sind, ihre Macht zu teilen. Sehr anschaulich finde ich dabei den Südsudan. Vor wenigen Jahren haben sie endlich ihre Unabhängigkeit erlangt, nachdem sie lange dafür kämpfen mussten. Und nun? Nun bekämpfen sie sich gegenseitig, ein Stamm den anderen, und ihr Ölreichtum hilft ihnen überhaupt nicht.

Warum ist es in Afrika so extrem mit der Stammeszugehörigkeit? Teilweise sind wir Europäer daran wieder schuld, da wir damals relativ willkürlich die Grenzen gezogen haben und dabei Stämme in einen Staat zusammengeführt haben, die sich nicht ähnlich sind. So ähnlich ist es ja auch im Nahen Osten. Würde es helfen, die Staaten in Afrika neu zu ordnen? Vielleicht, aber welches Staatsoberhaupt wäre dazu schon bereit?

Hilft es die Entwicklungshilfe zu erhöhen? Die Frage ist, wie viel da wirklich bei den Menschen ankommt oder ob nicht zu viel in den Taschen von korrupten Beamten landet. Und NGOs sind in vielen Ländern auch nicht wohlgelitten und die Staaten sehen es wahrscheinlich auch nicht gerne, wenn hinter ihrem Rücken den Menschen geholfen wird.

Eine Opposition mit Geldern ausstatten und Regierungswechsel herbeizuführen ist nicht ohne Grund mit einem negativen Ruf ausgestattet. Wer weiß, mit wem man sich da verbündet.

Es kann also nur helfen, mit den Regierungen zusammenzuarbeiten und ihnen zu zeigen, dass es auch in ihrem Interesse liegt, wenn es der Bevölkerung besser geht. Wir sollten aufhören, diese Länder immer noch als unsere Kolonien zu betrachten und sie auszunehmen, so wie Frankreich zum Beispiel Niger mit den Uranbergwerken. Natürlich würde dies den Gewinn unserer Unternehmen schmälern, aber nur wenn die Menschen in Afrika eine Zukunft haben und ein besseres Leben führen können, werden die Flüchtlingsströme weniger werden.

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