Rezension zu Rome: Total War 2 Emperor Edition

Wie vor einiger Zeit geschrieben, war ich ja mit Assassin Creed IV Black Flag durch und hab danach wieder ein Spiel gesucht. Zwischendurch habe ich wirklich Fifa Manager 12 und Radsport Manager gespielt, bis es bei Steam ein Angebot für Rome: Total War 2 Emperor Edition gab. Bei Angeboten lange ich gerne zu, besonders weil ich das Spiel schon mal 4 Tage anspielen konnte. Nun habe ich es über 100 Stunden gespielt (meistens ab 21 Uhr ) und denke, ich könnte dazu auch eine Rezension schreiben.

Leichter Einstieg, später komplexes Spiel

Auch dieses Spiel habe ich direkt bei Steam gekauft und mittlerweile über 100 Stunden gespielt. Ich habe schon immer Strategiespiele gespielt, früher schon andere Total War-Reihen und wollte, nachdem es das Spiel im Angebot gab, auch mal wieder Total War spielen.

Das Herunterladen hat wie immer gut funktioniert, Installation lief reibungslos und so konnte ich früh mit dem Tutorial einsteigen. Eigentlich ist das Spiel schnell zu verstehen und fast Selbsterklärend, trotzdem beginne ich immer mit dem Tutorial um mich einzugewöhnen.

Im Spiel selbst kann man verschiedene Stämme und Fraktionen wählen, die alle verschiedene Boni oder Mali haben. Ich habe bisher mit Rom und den Sueben gespielt, sowohl auf Schwierigkeitsstufe Leicht als auch auf Normal. Am Anfang, wenn man noch kein großes Reich hat, ist das Spiel noch einfach und man muss sich mit Gebäuden, Forschungen und Schlachten nur wenig beschäftigen. Je größer das Reich wird, umso mehr muss man schauen, was man wo baut, was man erforscht, gegen wen man kämpft und welche Einheiten man ausbildet. Am Anfang habe ich eigentlich nie mit Flotten gekämpft, später sind diese aber notwendig und wichtig. Ohne Flotten ist das Spiel zwar wahrscheinlich auch zu schaffen, man tut sich aber selbst auf Leicht einfacher.

Die Karte ist in verschiedene Provinzen unterteilt, die alle eine Provinzhauptstadt haben und 1-3 Nebenorte. Hat man eine Provinz komplett eingenommen, kann man bei höheren Stufen dort Erlasse erteilen, um weitere Boni zu erhalten. Es macht also Sinn, Provinzen komplett zu erobern, als in verschiedenen Provinzen nur ein Ort zu besitzen.

Bei den Gebäuden muss man auf 3 Dinge achten. Zum einen natürlich, dass sie Geld abwerfen, damit man weitere Einnahmen hat, um seine Armeen und Flotten finanzieren zu können. Der zweite Punkt ist die öffentliche Ordnung. Wenn man ein Ort eingenommen hat, ist die Bevölkerung logischerweise erst einmal negativ eingestellt. Mit Gebäuden, die öffentliche Ordnung aufbauen, kann man diesen Ort und die gesamte Provinz befrieden. Der dritte wichtige Punkt ist die Nahrung, denn die Armeen wollen auch verpflegt werden. Dafür kann man landwirtschaftliche Gebäude errichten oder einen Hafen zum Fischfang erweitern. Gebäude, die öffentliche Ordnung oder Einnahmen generieren, haben besonders in höheren Ausbaustufen Abzüge bei der Nahrung, so dass man nicht einfach drauf los bauen sollte. Gibt es bei der Fraktion insgesamt zu wenig Nahrung, tritt bei den Armeen Verschleiß ein und man verliert Soldaten. Dies ist gerade bei einem Eroberungsfeldzug natürlich schlecht. Bei meinen Spielen bisher war meine Schwachstelle immer die Nahrung, mit der öffentlichen Ordnung oder Geld habe ich nur selten Probleme.

Im Spiel kann man auch Spione, Würdenträger und Kundschafter erstellen, um Geheimaktionen gegen den Feind durchzuführen. Dies habe ich bisher aber so gut wie gar nicht genutzt, werde es aber im nächsten Spiel mal aktiver betreiben.

Auch mit seiner Familie kann man etwas agieren, gegnerische Generäle bestechen oder adoptieren. Insgesamt ist für mich dieser Teil auch etwas sinnlos. Wenn die eigene Familie mehr Einfluss hat, forscht man anscheinend schneller. Mit dem Aspekt der Familie habe ich mich aber auch nie großartig beschäftigt und kann daher auch nicht wirklich sagen, was diese für Auswirkungen hat. Selbst wenn die eigene Familie in der Fraktion kaum Einfluss hat, merkt man im Spiel selbst keine Auswirkungen.

Die Grafik ist ganz nett, aber nicht unbedingt herausragend. Die Ladezeiten für die Schlachten sind noch akzeptabel, bei sicheren Siegen führe ich automatische Schlachten durch, um Zeit zu sparen. Allerdings habe ich festgestellt, dass man sich leichter tut, wenn man selbst kämpft, besonders wenn der Kampf ausgeglichen oder man leicht im Nachteil ist.

Insgesamt ist es ein schönes Spiel, von dem man sich nur schwer losreißen kann. (Das übliche Thema: Nur noch eine Schlacht, nur noch ein Ort…) Am Anfang ist es interessant, später wird es leicht langweilig, wenn das Imperium aber richtig groß ist, wird es dann wieder spannend. Die Schwächephase gilt es zu überstehen und dann ist die Langzeitmotivation wieder da. Besonders da man auch Mali erhält, wenn das Imperium zu groß ist. Auf Schwierigkeitsstufe leicht ist das Spiel auch einfach, da kann man schon mal gegen 4 große Gegner gleichzeitig kämpfen. Die KI ist halbwegs intelligent, führt keine aussichtslosen Kämpfe und auch bei den manuellen Kämpfen verhält sie sich taktisch klug. Trotzdem sind diese Kämpfe auch auf Stufe Normal bei leichter Unterzahl zu gewinnen.

Das Spiel macht mir Spaß, ich spiele es weiterhin und werde sicherlich weitere Fraktionen austesten und wie oben geschrieben auch mehr Geheimaktionen durchführen.

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