Jain und Fitschen endlich zurückgetreten

Vorgestern gab es zum ersten Mal seit längerer Zeit mal wieder eine erfreuliche Nachricht von der Deutschen Bank, denn Jain und Fitschen haben ihre Rücktritte bekanntgegeben. Im Sommer 2012 wurden die beiden als Co-Chefs installiert und sollten die Bank wieder auf Vordermann bringen. Das hat aber nicht so ganz funktioniert und bei der letzten Aktionärsversammlung standen die beiden in der Kritik und wurden nur mit um die 60% entlastet. Normalerweise ist ein Prozentsatz von 90% für Vorstände normal. Jain kam gerade aus der Sparte der Bank, die zwar die meisten Gewinne gemacht hat, aber nun auch am meisten in der Kritik stand und momentan eigentlich nur Strafen kostet und das in Milliardenhöhe. Vor kurzem wurden die Verträge noch verlängert und es hieß, dass Jain der alleinige Vorstand werden sollte. Das hat sich nun aber zum Glück erledigt. Ich denke nicht, dass sich mit den beiden irgendwas geändert hätte, denn zu sehr sind die beiden in den Machenschaften verstrickt, die jetzt richtig Geld kosten. Und kooperativ waren sie den Behörden gegenüber auch nicht, also nicht wirklich an einer Aufarbeitung interessiert. Das kostet dann natürlich noch mehr Strafe und wer weiß, was noch alles rauskommt. Momentan gibt es das Gerücht, dass in Russland Geldwäsche betrieben worden ist. Fehlte Jain und Fitschen die richtige Strategie? Die Zahlen waren auch nicht unbedingt überzeugend, der Aktienkurs stagnierte und die Investoren hatten kein Vertrauen mehr in die beiden. Nach den Rücktrittsankündigungen der beiden stieg der Aktienkurs, was ja auch für sich spricht.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Achleitner hat die Reißleine gezogen und wird mit Cryan einen neuen Vorstandsvorsitzenden berufen, der, da er erst seit 2013 dabei ist, unbefleckt ist. Die grobe Richtung ist ja vorgegeben und da der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat, wird sich da auch nichts ändern. Die Postbank wird verkauft, Privatkundengeschäft etwas eingeschränkt und der Focus aufs Firmengeschäft gelenkt. Solange Achleitner also Aufsichtsratsvorsitzender ist, wird sich da nichts ändern. Ist Achleitner auch ein Problem für die Deutsche Bank? Immerhin ist er ja auch schon eine Weile dabei, hat damals Jain und Fitschen in den Vorstand berufen, obwohl er wusste, aus welcher Sparte gerade Jain kommt. Man sollte den Bock nicht zum Gärtner berufen. Cryan braucht Erfolg und es muss sich was ändern, da Achleitner sonst auch stärker in die Kritik gerät. Leider ist Neske, der Leiter des Privatkundengeschäfts zurückgetreten, es deutet also daraufhin, dass es wirklich verkauft wird. Ich bin selber Postbankkunde, mal sehen, was sich für mich ändert. Die Bank wechseln kann man ja notfalls immer, auch wenn der Papierkram wieder nervig wird. Zuletzt habe ich nach dem Abi die Bank gewechselt, als die damalige Vereins- und Westbank Hamburg von mir Kontoführungsgebühren haben wollte.

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