Roger Schmidt: Wie hart fällt die Strafe aus?

Endlich wieder ein Skandal in der Bundesliga. Und auf wen wird wieder eingeprügelt? Auf den Schiedsrichter. Ist ja auch nicht weiter überraschend.

Am Sonntag war das Spitzenspiel zwischen Leverkusen und Dortmund. Dabei kam es vor dem Strafraum der Dortmunder zu einem Foulspiel eines Leverkusener Spielers, der dadurch den Konter der Borussen unterbinden wollte. Ginter hatte den Ball, aber es wurde vom Schiri abgepfiffen. Also stoppte Ginter den Ball und spielte dann gleich weiter. Aus diesem Konter resultierte dann der Siegtreffer für die Borussia.

Danach gab es große Aufregung beim leverkusener Trainer Roger Schmidt. Schiri Zwayer verwies ihn vom Feld, aber Schmidt wollte nicht gehen, auch nachdem ihm der Kapitän Kießling zweimal die Aufforderung überbrachte. Daraufhin unterbrach Zwayer die Partie und schickte die Mannschaften in die Kabinen. Nachdem Schmidt dann doch auf die Tribüne ging, wurde das Spiel nach 9 Minuten wieder angepfiffen.

Eine Frage ist, ob es nicht eigentlich Vorteil für Dortmund war, der aber vom Schiri abgepfiffen wurde. Wäre Ginter dann die 6m zurückgegangen, wäre der Vorteil komplett dahingewesen. Und diese Fouls scheinen bei Leverkusen eine Art Taktik zu sein, um Konter der Gegner frühzeitig zu unterbinden, gleichzeitig aber eigene Gelbe Karten zu vermeiden. Denn für ein Foul am gegnerischen Strafraum bekommt man selten eine Karte. Leverkusen liegt momentan auf Platz 3 der Foultabelle nach 22 Spieltagen, mit fast 80 mehr als Dortmund. Diesmal ist deren Taktik nicht aufgegangen.

Das ein Freistoß nicht immer am Ort des Foulspiels ausgeführt wird, ist doch auch keine Seltenheit. Wie viele Spieler werfen den Ball einige Meter nach vorne und führen dann den Freistoß aus? Die Meisten, oder nicht? Also ist dies auch nicht unbedingt ein Grund sich so aufzuführen.

Und das Verhalten von Roger Schmidt danach ist einfach eine bodenlose Frechheit. Wenn der Schiri in auf die Tribüne schickt, muss er dieser Aufforderung folgen. Aber wie er Zwayer her zitieren wollte, war schon ziemlich arrogant. Da hat er jeglichen Respekt vor dem Unparteiischen vergessen. Was hat er erwartet? Das der Schiri ihm erst einmal 10 Minuten erklärt, warum er dies so gemacht hat? Na toll, und was passiert dann? Muss jeder Schiri dann nach jedem Foul, nach jedem Tor, nach jeder Karte erst einmal den Trainern und Spielern erklären, warum er dies so gemacht hat? Nein! Und daher war es auch richtig von Zwayer, dass er dies nicht getan hat. Immerhin ist er beim Spiel die Autoritätsperson und damit muss auch der arrogante Roger Schmidt zurechtkommen. Auch wenn es ihm schwerfällt.

Was erwartet ihn jetzt als Strafe? Höchststrafe wäre wohl die Aberkennung der Trainerlizenz, aber das wäre deutlich zu hoch. Vielleicht 3-5 Spiele Sperre, also nur bis eine halbe Stunde vor dem Spiel Kontakt zur Mannschaft haben und die restliche Zeit auf der Tribüne sitzen. Dazu noch eine saftige Geldstrafe. Klar ist, dass die Strafe härter ausfallen muss. Es ist mal wieder normal geworden, die Schiedsrichter zu attackieren. Das macht fast jeder Verein. Immer schön auf die Schiris eindreschen. Hier wäre auch mal ein Streik fällig, damit mal 1-2 Spieltage ausfallen.

Leider fehlt vielen im Profi-Fußball der Respekt vor den Schiris und dies wirkt sich leider auch auf den Amateursport aus. Daher sollte es zu einem Präzedenzfall kommen und die Strafe etwas härter ausfallen. Die Trainer und Vorstandsmitglieder der Profiklubs sollten sich wieder etwas mehr zurückhalten.

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