Hoffentlich steigt 1860 München ab

Was ist bloß bei dem Verein los? Man ist es ja aus den letzten Jahren gewohnt, dass die gegen den Abstieg spielen. Jedes Jahr kommen ein neuer Trainer und ein neuer Sportdirektor. Dann wird je nach Vorliebe eingekauft. Der eine mochte Spieler aus der zweiten Mannschaft vom FC Barcelona. Ein anderer eher erfahrene Spieler wie Olic und Mölders. Doch Erfolg hatte keiner. Im Verein gab es gefühlt schon immer Unruhe, aber mit dem Einstieg von Ismaik am 30. Mai 2011 als Investor wurde es noch schlimmer.

Zuerst gab es Streitigkeiten zwischen Vorstand und Ismaik und immer wieder einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Mittlerweile sitzen im Vorstand Männer, mit denen Ismaik leichtes Spiel hat. Der Verein ist auf sein Geld angewiesen und daher ist die 50+1-Regel faktisch außer Kraft gesetzt. Es scheint aber nicht unbedingt zum Vorteil von 1860 zu sein. Denn Ismaik besitzt nun nicht unbedingt viel Fußballsachverstand und auch seine Geschäftspartner, die er im Verein installiert, liegen mit ihren Entscheidungen nicht immer richtig. Ich denke, Ismaik ist nicht von Kindesbeinen an ein Fußballfan gewesen und er versucht 1860 auch eher wie ein normales Unternehmen zu führen. Das funktioniert allerdings nicht.

In den letzten Wochen hat sich gezeigt, wie Ismaik auch sonst tickt. Medienvertreter, die Kritik am Verein üben, werden ausgesperrt und teilweise wurden ihre Akkreditierungen entzogen. Hier wünscht man sich, dass die Medienvertreter mal zusammenhalten und keinerlei Interviews mehr mit 1860-Vertretern führen und auch keine Pressekonferenzen mehr besuchen. Wenn der Verein Präsent in den Medien verliert, werden die Sponsoren schon einschreiten. Allerdings fehlt meistens die Solidarität der Medien untereinander.

Nun kam am Sonntag das nächste Thema. Beim Spiel gegen St. Pauli haben die Vertreter vom Hamburger Verein bei den Treffern ihrer Mannschaft gejubelt und wurden von Ordnern gebeten ihre Plätze zu verlassen. Kann ja auch nicht sein, dass ihre Hoheit Ismaik durch diesen Jubel belästigt wird. Aber Ismaik will endlich Erfolg sehen, denn er hat schon viele Millionen investiert, ohne dass dabei was rausgekommen ist. Und wenn der gegnerische Verein neben ihm jubelt, setzt ihm dies wohl zu. Vielleicht hätte er sich vorher über 1860 schlau machen sollen.

Ich hoffe immer mehr, dass 1860 endlich in die dritte Liga absteigt. Ein Neuanfang würde ihnen gut zu Gesicht stehen und wenn sich Ismaik wieder aus dem Verein zurückzieht, würde es sicherlich auch nicht schaden. Selbst wenn sie ganz unten wieder anfangen müssen. Es ist aber ein schönes Lehrbeispiel, warum die 50+1-Regel sinnvoll ist. Wenn man sich solche Investoren an Land zieht, kann man doch gleich sein Amt niederlegen und aus dem Verein austreten.

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