Schlaflos – Die Leiden eines jungen Mannes – Teil 4

Nach 4 Stunden Schlaf stand er auf und nach dem Duschen und Frühstücken ging er wieder ins Büro. Auf in eine neue Arbeitswoche, die letzte für dieses Jahr. Er rief zuerst seine Mails ab, machte die Planung für den heutigen Tag und schrieb dann an seine Kunden, dass er vom 15.12. bis 04.01. im Winterurlaub sei. Danach ging es an die Anfragen und das Arbeiten wurde nur kurz durch den Postboten unterbrochen, der 2 Pakete brachte. Erik machte die Anfrage noch fertig und öffnete dann die Pakete. 2 Kunden hatten ihm Weihnachtsgeschenke geschickt, Bürozubehör wie neue Stifte, Notizzettel, Brieföffner. Natürlich edlere Gegenstände, die er auch sogleich auf dem Schreibtisch platzierte. Wenn sein neues Büro fertig ist, werden diese natürlich verlagert. Am Nachmittag machte er mit der Arbeit weiter und um 17 Uhr dann Feierabend. Nach dem Essen las er dann eine Sonderausgabe seiner Fachzeitschrift, die auch heute per Post gekommen war. Er war mit dieser schnell durch und nahm sich noch ein Buch vor. Um 23 Uhr ging er dann ins Bett und konnte sogar gleich einschlafen. Aber nach der kurzen Nacht war er logischerweise auch müde.

Der Dienstagmorgen begann mit den üblichen Tätigkeiten und um kurz vor 8 Uhr saß Erik wieder in seinem Büro. Ein halbes Jahr saß er jetzt in diesem Zimmer, aber freute sich schon auf sein neues Büro. Heute gab es auch wieder etwas zu tun, aber die ersten Kunden schrieben jetzt schon, dass sie Anfang des Jahres einiges an Arbeit für Erik hatten. Einige vorbereitende Tätigkeiten wollte er die nächsten Tage noch ausüben, aber der große Schwung würde wohl im neuen Jahr wieder kommen. Insgesamt war es heute ruhiger als gestern, so dass er schon um 16:30 Uhr wieder in seine Wohnung ging. Die Zeit nutzte er, um heute mal wieder ein neues Gericht auszuprobieren, das ihm sogar einigermaßen gelang. Zumindest wurde er satt. Nach dem Abwasch ging es noch an die Wäsche, danach las er das Buch von gestern zu Ende. Er ging noch kurz ins Internet, um neue Bücher zu bestellen, da er mit seinen jetzt durch war. Diese würden wohl Freitag oder Samstag bei ihm eintreffen. Die ersten Nachtstunden verbrachte er wieder auf dem Balkon, bis er sich dann um 3 Uhr schlafen legte.

Als er aufwachte, fühlte er sich etwas gerädert. Das Duschen half nicht wirklich und auch nach dem Frühstück und dem Kaffee war er nicht richtig fit. Heute ging er erst um 8:30 Uhr ins Büro. Viele Anfragen gab es heute nicht und so konnte er nebenbei Zeitung lesen. Den ganzen Tag über fühlte er sich matt und um 17 Uhr ging er in die Wohnung zurück. Es gab nur ein einfaches Abendessen und nach dem Abwasch legte er sich auf die Couch. Er schlief dort für eine Stunde, aber munter war er danach immer noch nicht. Er versuchte noch ein Buch zu lesen, aber irgendwie war er zu unkonzentriert. Um 22 Uhr legte er sich ins Bett und schlief auch gleich ein.

Am Donnerstag war er dafür sehr munter, frühstückte gutgelaunt und las die Zeitung komplett durch. Um 8 Uhr saß er wieder im Büro und da er sich heute besser fühlte, schaffte er auch mehr als gestern. Die Arbeit verging wie im Flug und um 17:30 Uhr machte er sich wieder Abendessen. Das Buch, das er gestern Abend versucht hatte zu lesen, fing er heute noch einmal an und diesmal ging es besser. Um 23 Uhr ging er ins Bett und schlief sofort ein.

Auch am Freitag war er gutgelaunt, freute sich richtig auf den Urlaub und um 14 Uhr beendete er die Arbeit für dieses Jahr. Er war sich aber sicher, dass er nach seinem Urlaub auf den Bahamas bestimmt noch einmal ins Büro gehen würde. Er fuhr dann noch kurz nach Lützow um einen Weihnachtsbaum zu kaufen, den er in den Keller brachte. Danach ging er zu den Nachbarn auf mehrere Partien Skat und auch diesen Abend schlief er gleich ein.

Den Samstag verbrachte er dann in Lübeck, spazierte über den Weihnachtsmarkt, ging ab und zu in Geschäfte und aß dort auch zu Abend. Um 21 Uhr war er wieder zu Hause, las noch kurz ein Buch und ging dann ins Bett. Heute konnte er gleich einschlafen und am Sonntag schlief er noch einmal aus, packte die Sachen, wusch noch einmal die Wäsche, räumte etwas auf und um 22 Uhr legte er sich schlafen.

Am Montagmorgen stand er zeitig auf, duschte, frühstückte und ging dann seine Sachen packen. Seine Geschäftspartner wussten alle, dass er für eine Woche nicht erreichbar war und die Nachbarn würden schon auf das Haus aufpassen. Sie fuhren ihn auch nach Berlin zum Flughafen und von dort ging der Flieger nach Paris. In Paris wechselte er das Flugzeug und flog auf die Bahamas. Dort angekommen, checkte er erst ein, nahm das Abendessen zu sich und ging dann aufs Zimmer. Er war noch etwas müde vom Flug und schlief deshalb gleich ein. Am nächsten Morgen wachte er um 8 Uhr auf und frühstückte. Die nächsten Tage verbrachte er in den verschiedenen Nationalparks, tauchte in den Riffs und zwischen den Korallen, wanderte durch Mangroven- und Feuchtgebiete und fotografierte Riesenschildkröten und Mengen von Flamingos. Die Abende verbrachte er in den Strandbars, plauderte mit anderen Gästen und besserte so sein Englisch auf. Die meisten Touristen kamen auch aus dem kalten Europa, größtenteils aus den nordischen Ländern. Mit einer kleinen Reisegruppe aus Schweden, die aus 4 Frauen und 2 Männern bestand, verbrachte er die meiste Zeit. Diese hatten die Semesterferien genutzt, um zu entspannen und sich zu erholen.

Die beiden Männer studierten Informatik, 3 der Frauen Pädagogik und die vierte Recht. Alle studierten an der Universität in Göteborg und waren im dritten Semester. Sie sprachen die Abende über die Bahamas, über das Studieren, über Schweden, über Deutschland, einfach über alles und er kam mit den 6 sehr gut zurecht. Besonders angetan war Erik von Katharina, der Rechtswissenschaftsstudentin. Sie war 22 Jahre alt, blond, etwa 1,70m groß und sprach selbst gut Deutsch. Sie hatte viele Winterferien in Bayern beim Skifahren verbracht und hat dabei die Sprache sehr gut gelernt. Die anderen 5 konnten nur einige Brocken, also verständigte man sich auf Englisch. Am 21.12. wurde dann abends noch eine kleine Abschiedsfeier gefeiert, Adressen ausgetauscht, da auch die Gruppe am nächsten Tag wieder heimwärts fliegen wollte. Das nächste Treffen sollte dann schon Silvester in Göteborg stattfinden, da Erik noch nichts für Silvester geplant hatte. Es war dort eine größere Party geplant, aber er kannte ja schon mal 6 Leute und mit seiner Art würde er dort keine Probleme haben.

Am 22. kam er abends nach einem Zwischenstopp in Paris wieder in Berlin an und wurde dort von seinen Nachbarn abgeholt. Auf der Fahrt zurück nach Renzow erzählte er von seinem Urlaub, den Nationalparks und den Abenden. Als er dann zu Hause war, packte er seine Sachen aus und legte sich ins Bett. Es war mittlerweile 23 Uhr aber er konnte wieder nicht schlafen. Für einige Zeit lag er wach in seinem Bett und dann ging er auf den Balkon. Diesmal aber nicht auf den Richtung Schwerin, sondern den gegenüberliegenden Richtung Norden. Blickte wieder hinaus, Richtung Wismar oder Richtung Schweden. Er wusste es nicht. Etwas in ihm sagte Schweden und es muss wohl im Urlaub geschehen sein. Hatte er auf den Bahamas das Glück gefunden? Katharina? Katharina.

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