Rezension zu „Bulle & Bär – Der Ponzi Trick“ von Thomas Lang

Ebenso wie „33 Tage“ von Marko Rostek habe ich mir auch das Buch von Thomas Lang gekauft, um wieder Romane zu lesen. Da ich auch an einem Wirtschaftsroman schreibe („Splitting“), habe ich mir ein Buch zu dem Thema rausgesucht.

Inhalt:

Der Trickbetrüger Norman Gerber hat 900 Millionen Euro abgesahnt. Mit einem Schneeballsystem, einem sogenannten „Ponzi-Trick“. Die Zahl seiner Opfer geht in die Tausende: Vom Rentner, der sich nach dem Verlust seiner Ersparnisse erhängt, bis zum russischen Oligarchen, der keinesfalls auf 80 Millionen Euro Verlust sitzen bleiben will. Als Gerber auffliegt, setzt er sich ab. Ermittler für Wirtschaftskriminalität und Geprellte schmieden eine Allianz und starten eine Jagd um die halbe Welt. Auf seiner spektakulären Flucht mit seiner Privatmaschine stürzt Gerber bei schwerem Sturm ins Meer. Als eine Gruppe von Gerbers Opfern eine Bank überfällt und Geiseln tötet, eskaliert der Fall. Ist Gerber wirklich tot? Oder war der Absturz am Ende sein genialster Trick? Ein packender und zugleich sehr unterhaltsamer Thriller über die kriminellen Tricks und dubiosen Machenschaften in der Wirtschaft. Thomas Lang setzt dabei auf überzeugende Charaktere mit Eigensinn und Wiedererkennungswert.

(Quelle: amazon.de)

Spannendes Buch mit schwachem Ende

In dem Buch geht es um die kriminellen Machenschaften von einem Betrüger, der sowohl „normale“ Leute, Steuerbetrüger als auch reiche Oligarchen betrogen hat, und um die Jagd auf ihn. Es kommen immer wieder Rückblenden, die das Vorleben von Florian Gerber, der Hauptperson, erzählen, und Rückblenden, die einzelne Opfer beleuchten. Die weiteren Hauptpersonen sind die Kommissare, die ich teilweise unrealistisch finde. Gerade die Wortwahl bei den Verhören fand ich überzogen. So würde doch kaum ein Ermittler reden. Es passt zwar zum Kommissar, ich finde es teilweise doch deplatziert.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, ich habe es in 2 Tagen durchgelesen gehabt. Die Jagd nach Gerber hat mich fasziniert, genauso wie die Geiselnahme. Das Ende fand ich dagegen nicht sehr gut. Irgendwie ging es mir mit der Auflösung dann deutlich zu schnell und mit wem die Kommissare zusammenarbeiten fand ich auch seltsam. Ob es real ist, wie die Kommissare den Fall lösen, wage ich zu bezweifeln. Zwar muss ein Roman unterhalten, und das hat dieser zweifellos, anderseits erwarte ich bei so einem Buch mehr Realismus.

Für das Buch gebe ich 4 Sterne, da es wirklich spannend ist und der Autor einen wunderbaren Schreibstil hat. Nur das schwache Ende hat mich enttäuscht.

Mir hat das Buch gerade im Bezug auf meine Bücher sehr geholfen. Andere Bücher hätten dies wohl auch getan, trotzdem möchte ich das Buch aufgrund seines Schreibstils loben. Ich werde ab jetzt meinen Schreibstil in meinen Romanen versuchen anzupassen und auch meine Protagonisten näher beschreiben. Das ist etwas, was ich derzeit noch komplett außen vorgelassen habe. Allerdings werde ich wohl zuerst die Rohfassungen zu Ende schreiben, auch wenn dies noch länger dauern kann, und erst dann diese überarbeiten. Auch mit Beschreibungen über die Gebäude. Da schreibe ich wirklich noch zu sehr wie an einem Sachbuch. Momentan geht es beim alternativweltgeschichtlichen Roman am Besten voran, daher habe ich die anderen erst einmal zur Seite gelegt. Das kann sich aber schnell ändern, je nachdem, was für Ideen gerade in meinem Kopf schwirren.

Allerdings überlege ich mir derzeit, den ersten Band von „Das Lied von Feuer und Eis“ zu kaufen. Games of Thrones kommt ja sehr gut an, aber da ich mehr lese als fernsehe, wäre das Buch für mich interessanter. Ich stehe häufiger im Buchladen und denke, soll ich oder soll ich nicht….

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