Rezension zu „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari

Das Buch habe ich am 12. August angefangen und Sonntag in der Mittagspause fertiggelesen. Auch bei diesem Buch habe ich schon im Kopf mit der Rezension angefangen. Ich sollte mir aber wieder angewöhnen Notizen beim Lesen von Büchern zu machen. Ich habe damit bei „Reich und Arm“ von Stiglitz aufgehört, da ich ständig mitgeschrieben habe. Mit wenigen Notizen würde mir eine Rezension gerade bei Sachbüchern doch leichter fallen. Aber hier folgt erst einmal meine zu „Eine kurze Geschichte der Menschheit“:

Kurzweiliger Überblick der Geschichte des Homo Sapiens

Im Gegensatz zu manch anderen Büchern, die einen Überblick über die Geschichte der Menschheit bieten, fängt das Buch von Yuval Noah Harari schon vor den Homo Sapies an. Der erste Schwerpunkt liegt bei der kognitiven Revolution, die sich vor etwa 70.000 Jahren ereignete. Um diese Revolution geht es im ersten Teil des Buches, um die Entdeckung der Sprache, die auch die fiktive Sprache beinhaltet.

Der zweite Teil handelt von der landwirtschaftlichen Revolution, die vor etwa 10.000 Jahren begann. Es wird erklärt, warum der Homo Sapies seßhaft wurde, Tiere domestizierte, Siedlungen vergrößerte, Schrift und Zahlen erfand und warum Männer einen höheren Stellenwert als Frauen in den Gesellschaften hatten.

Im dritten Teil wird die Entwicklung der Kulturen beschrieben, die Entwicklung der drei universellen Ordnungen, der wirtschaftlichen, der politischen und der religiösen Ordnung, Detailliert geht es um den Geruch des Geldes, dem Traum vom Weltreich und das Gesetz der Religion.  

Der vierte Teil des Buches handelt von der wissenschaftlichen Revolution, die um das Jahr 1500 begann. Ein Schwerpunkt ist die Entdeckung der Wissenschaften und die daraus folgende Expansion Europas. Des Weiteren geht es um die verschiedenen Religionen, zu denen der Autor auch den Kapitalismus und den Kommunismus zählt, und um unsere Ernährung, die Massentierhaltung und die neuen Gemeinschaften als Ersatz für die Familie und die Dorfgemeinschaft. Den Abschluss bildet ein Ausblick über die Zukunft des Homo Sapiens.

Mein Fazit: Ich bin bei dem Buch etwas zwiegespalten. Es ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen. Der Tonfall ist sehr locker, am Anfang musste ich an einigen Stellen sogar schmunzeln. Später stört dieser lockere Ton etwas. Das Buch ist interessant und bietet einen schnellen Überblick über die Geschichte des Homo Sapiens. Allerdings gibt es auch einen größeren Kritikpunkt. Der Autor Yuval Noah Harari fragt immer wieder, ob die Jäger und Sammler vor der landwirtschaftlichen Revolution nicht glücklicher waren, als alle anderen Menschen seitdem. Er meint, dass der Mensch eigentlich als Jäger und Sammler geboren wurde und die Sesshaftigkeit eigentlich nicht unserem Typ entspricht und wir nicht mehr so glücklich sind, wie die Menschen damals. Nun, beurteilen kann man dies nicht wirklich, aber ich bin mir nicht sicher, dass die Menschen damals glücklicher waren als wir heute. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Leben damals aus Friede, Freude, Eierkuchen bestand. War es so einfach zu jagen? Und was haben sie sonst gemacht? Umhergewandert? Oder den Himmel angeschaut? War es angenehm bei Regen und Kälte ohne festem Dach über den Kopf?  Warum sieht der Autor das heutige Leben so negativ? Diese immer wiederkehrende Frage empfand ich als sehr negativ und sie zerstört meiner Meinung nach viel von dem Buch. Das ist der größte Kritikpunkt. Kleinigkeiten gab es auch noch, die mir überwiegend beim Lesen aufgefallen sind.

Daher gibt es von mir nur 3 Sterne. Das Buch ist sehr interessant, aber diese immer wiederkehrende Frage zieht die Bewertung herunter.

Mit „Putins kalter Krieg“ von Markus Wehner habe ich schon angefangen und bin derzeit auf Seite 90. Notizen habe ich mir natürlich keine gemacht, also werde ich für die Rezension wieder etwas brauchen. Samstag habe ich wieder einen Wettkampf, kann also die Mittagspause nicht zum Lesen gebrauchen. Dennoch möchte ich das Buch eigentlich am Wochenende durchlesen.

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