Rezension zu Theresa Prammer „Mörderische Wahrheiten“

Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr Romane zu lesen. Während ich „Der unbekannte Planet“ schreibe, habe ich immer noch das Gefühl, dass ich eher ein Sachbuch schreibe. Und es soll ja kein Sachbuch werden. Um also in die Romansprache zu kommen, muss ich mehr Romane lesen. Das Buch hat mir Herr Gattner aus der Buchhandlung Gattner in Murnau empfohlen. Ich habe da nach einem Buch einer noch nicht so bekannten Autorin gefragt. Bücher von Self-Publishern hat er nicht, aber ich werde da weiter nach unbekannten deutschen Autoren und Autorinnen schauen. Natürlich muss ich auch Rezensionen für Romane erst wieder üben.

Guter Krimi mit Schwächen

Das Buch wurde mir vom Buchhändler meines Vertrauens empfohlen und ich habe es innerhalb weniger Tage durchgelesen. Ich habe schon länger keinen Krimi gelesen, was ein Vor- oder ein Nachteil sein kann.

Weder im Klappentext noch in der Frontispizseite war ersichtlich, dass es schon ein Buch mit der Ermittlerin gab. Im Text wurde dann immer wieder Bezug auf die Geschichte dieses Romanes genommen, was mich häufig störte. Hätte ich gewusst, dass es schon ein Band gibt, hätte ich dieses wohl vorher gelesen. So blieb leider manches unklar. Gerade am Anfang wird man als „Quereinsteiger“ von den Infos erschlagen, die im Vorgängerbuch erläutert worden waren.

Mit der Ermittlerin selbst konnte ich mich auch nicht anfreunden. Sie war keine Person, mit der ich mich identifizieren konnte. Ihre Vorgeschichte wurde zwar deutlich erklärt und auch immer wieder direkten Bezug darauf genommen, dennoch kam sie mir nicht super sympathisch rüber. Auch von ihrem Beruf als Kaufhausdetektivin erfuhr man gar nichts. Er wurde zwar ab und zu erwähnt, aber nur nebenbei. Teilweise fand ich es auch unrealistisch, wie die Protagonistin in die Polizeiarbeit eingreifen konnte.

Auch die Anzahl der Nebenfiguren war verwirrend. Teilweise hielten sich so viele Figuren in der Wohnung von Carlotta Fiore, der Protagonistin, auf, dass ich nicht wusste, wer jetzt genau wer war. Nach dem Durchlesen des Buches bin ich der Meinung, dass man 1-2 Personen hätte streichen können.

Der Schreibstil ist dagegen sehr gut. Ich konnte das Buch flüssig lesen, es gab nichts, was meinen Lesefluss behinderte. Ich hätte mir nur gewünscht, dass etwas mehr „Wienerisch“ durchgekommen wäre. Der Dialekt eines Amerikaners wird versucht darzustellen, die anderen sprechen aber alle hochdeutsch. Da hätte ich lieber etwas mehr „Schmäh“ gehabt.

Die Geschichte des Buches ist sehr spannend, sehr gut gelungen fand ich die Einschübe zu den Morden. Das Ende hat mich Überrascht, aber es passte zu der Geschichte.

Ich habe bei der Bewertung lange geschwankt, vergebe jetzt nur 3 Sterne. Für 4 Sterne gab es einfach zu viele Negativpunkte, die gestört haben.

Auch wenn ich nur 3 Sterne vergeben habe, werde ich wohl auch den dritten Teil lesen. Vielleicht fällt er mir leichter, da ich den zweiten Teil kenne. Den Ersten werde ich nicht mehr lesen, da die Verbindung zum zweiten Teil zu groß ist und ich schon zu viel weiß.

Mit „Unstern“ von Katrin Ils bin ich gestern fertig geworden. Da wird es nächste Woche die Rezension geben. Heute Mittag in der kurzen Mittagspause habe ich mit „Angst für Deutschland“ von Melanie Amann angefangen, ein Buch über die AfD.

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