US-Vorwahlen: Kleiner „Super-Tuesday“

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fanden in den USA wieder fünf wichtige Vorwahlen statt, also ein kleinerer „Super-Tuesday“

Bei den Demokraten gewann Clinton in allen fünf Staaten, davon in Florida, Ohio und North Carolina relativ deutlich. Knapp war es in Illionois, ihrem Geburtsstaat, und sehr knapp in Missouri. Durch diese Siege konnte Clinton ihren Vorsprung bei den Delegiertenstimmen gegenüber Sanders auf über 300 ausbauen. Mit 1094 Stimmen, von 2383 nötigen, hat sie ohne die Superdelegierten schon fast die Hälfte gesammelt. Der Weg zur Kandidatur scheint frei zu sein, allerdings gibt Sanders noch nicht auf und wird sie weiter ärgern. 19 Staaten hat Clinton gewonnen, 9 Sanders und da kommen hoffentlich noch welche dazu.

Sanders Lage ist nun fast hoffnungslos, da er diesmal nicht die Wähler mobilisieren konnte, wie es ihm in Michigan gelang. Er hat zwar den Rückhalt bei weißen Wählern und den unter 30-Jährigen, aber das reicht nicht. Für ihn gilt es nun, weiterhin seine Themen Reform der Wahlkampffinanzierung, kostenlose Unis und den Mindestlohn in den Medien zu halten.

Für Clinton ist die Situation dagegen beruhigend. Sie weiß um ihren sehr großen Rückhalt bei den Afroamerikanern und Latinos und kann sich nun verstärkt um ihren Wahlkampf gegen die Republikaner kümmern. Speziell mit Trump wird sie sich beschäftigen, wie es ihre Siegesrede vom Mittwoch schon gezeigt hat.

Trump scheint bei den Republikanern der endgültige Kandidat zu werden. In Florida gewann er deutlich gegen Marco Rubio, der dort im Senat sitzt. Auch in Illionois, Missouri und North Carolina konnte er gewinnen. In Ohio dagegen verlor Trump gegen Kasich, führt aber momentan mit 621 Stimmen vor Cruz mit 395 und Kasich mit 138. 1237 Stimmen werden benötigt. Marco Rubio hat nach seiner Niederlage in Florida seine Kandidatur aufgegeben. Seine Wähler werden hoffentlich zu Kasich wandern. Kasich hat zwar erst in einem Staat gewonnen, wäre nun aber der natürliche Kandidat für die moderaten Republikaner. Wenn sich Trump und Cruz die Stimmen der Radikalen wegnehmen, hätte Kasich noch eine Mini-Chance.

Trump bleibt aber natürlich der große Favorit, nachdem er den Großteil der Vorwahlen gewonnen hat. Noch schaden ihm die Kontroversen und Negativ-Werbeclips nicht, es bleibt aber die Hoffnung, dass die Stimmung noch kippt. Sein Konkurrent Cruz umgarnt die Konservativen, konnte zwar Dienstag keine Wahl, aber als Zweiter doch viele Delegierte gewinnen. Allerdings hätte wohl auch er, wie Trump, kaum eine Chance gegen Clinton.

Die nächsten Wochen werden ruhiger, bis am 19. April in New York gewählt wird. Spannend werden nur die Debatten bei den Republikanern.

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