Ich bin jetzt in der ÖDP

Wie ich es ja schon häufiger geschrieben habe, bin ich schon sehr lange politisch und geschichtlich interessiert. 2010 bin ich in die CSU eingetreten, allerdings habe ich die Partei Ende 2011 schon wieder verlassen. In München gab und gibt es die Bezirksausschüsse, aber ich habe es nie geschafft, zu einen von diesen Veranstaltungen zu gehen. Daher bin ich in die CSU eingetreten, um mehr politisch aktiv zu werden. In diesen zwei Jahren habe ich aber die Lust an der CSU verloren. Zum einen haben sich damals Söder und Dobrindt gegenüber dem damaligen Koalitionspartner, der FDP, so verhalten, dass ich mich als erzogener Mensch nur schämen konnte. Auch die Veranstaltungen konnten mich nicht überzeugen und die Texte im Bayernkurier fand ich nur peinlich. 20 Jahre nach der Wende immer noch von der SED zu schreiben, war einfach nur traurig. Daher bin ich wieder ausgetreten.

Das Interesse an der Politik habe ich nie verloren und immer mal wieder nach einen neuen Partei Ausschau gehalten. Die Piraten wären eventuell interessant geworden, aber nach der Wahl in Partei waren sie für mich unwählbar. Wie sie den Oberbürgermeister empfangen haben, ließ jeglichen Anstand vermissen. Egal was man von Wowereit gehalten hat, aber wenn der Oberbürgermeister mich besucht, stehe ich auf, um ihm die Hand zu reichen. Auf den Fotos sah es teilweise so aus, als wären die Piraten so nett gewesen, ihm eine Audienz zu gewähren.

Bei allen Wahlen, auch wenn ich nicht von ihnen betroffen war, nutzte ich den Wahl-O-Mat und blieb dann bei der ÖDP hängen. Natürlich informierte ich mich über deren Programm und mein Vorteil war auch, dass sie in Bayern gute Strukturen haben. Aus zeitlichen Gründen, neben der Arbeit habe ich ja auch eine Familie und schreibe Bücher, habe ich nie einen Mitgliedsantrag gestellt. Nach dem Aufstieg der AfD, Brexit, dem Wahlsieg von Trump und den Entwicklungen in Ungarn, Polen und Frankreich war mir aber klar, dass man sich in der Politik engagieren sollte. Auch getreu dem Motto der Ärzte: „Deine Schuld“. Und es kam für mich nur die ÖDP in Frage.

Also füllte ich doch den Mitgliedsantrag aus und schickte ihn ab. Nur wenig später trudelten die ersten Mails ein, auch von der Schriftführerin meines Wahlkreises. So schnell hatte ich es nicht erwartet. Am selben Tag, an dem auch das Infomaterial mit Mitgliedsausweis eintraf, fand auch eine Telefonkonferenz mit dem Vorstand statt. 16 neue Mitglieder waren dabei. Das ist auch ein Vorteil einer kleineren Partei, dass der Weg zum Vorstand kurz ist.

Heute habe ich auch den Neumitgliederfragebogen per Post verschickt und mich gestern noch an den Vorsitzenden des Bundesarbeitskreises Demokratie, Außen- und Europapolitik gewendet. Ich möchte mich aktiv bei der ÖDP beteiligen und da ist der Arbeitskreis sicherlich für mich am Interessantesten.

Ich werde also ab jetzt häufiger über die ÖDP schreiben, aber natürlich keine Internas. Es wäre auch schön, wenn weitere Menschen in die Partei eintreten. Oder sich zumindest andere Parteiprogramme anschauen, als nur von den großen Parteien. Es ist besser nicht das kleinere Übel zu wählen, sondern wirklich die Partei, die einem am besten gefällt. Keine Stimme ist verschenkt.

5 Gedanken zu “Ich bin jetzt in der ÖDP

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