USA: Jetzt geht der Wahl-Wahnsinn endlich los

Schon seit gefühlten Ewigkeiten gibt es Berichte über die diesjährigen Vorwahlen für die US-Präsidentschaftswahl am 8. November. Dies liegt wohl daran, dass das Bewerberfeld, naja ehrlich ausgedrückt, wenig Hoffnung macht.

Bei den Demokraten scheint Hillary Clinton die kommende Kandidatin zu sein und das macht mir Angst, denn von ihr halte ich sehr wenig. Sie wäre die erste Präsidentin und dies wird ihr wohl viele Stimmen von Frauen bringen. Aber ist das eine Qualifikation? Und ansonsten? Ihr Mann war Präsident, sie Außenministerin und somit ist sie fest im Politikleben von Washington verwurzelt. Ob das positiv ist? Gerade weil sie schon zu viele Fehler gemacht hat. Als Außenministerin war sie mir nicht unbedingt sympathisch und der E-Mail-Skandal wird ihr hoffentlich viele Stimmen kosten. Wie man auf die Idee kommt, geschäftliche Mails auf einen privaten Mailserver zu empfangen, wird für mich unerklärlich bleiben. Zeigt mir aber, dass sie abgehoben und arrogant ist. 22 Mails wurden jetzt als Top-Secret deklariert und so etwas dürfte normalerweise nie das Netzwerk verlassen. Sie ist also unzuverlässig und theoretisch immer eine Gefahr für die Politik der USA. Denn ihr Mailserver wird sicherlich einfacher zu hacken sein, als der vom Präsidenten.

Ihr größter Konkurrent ist Bernie Sanders, der auch mein Favorit ist. Klar wird Clinton viele Kübel Mist über ihn auskippen, aber trotzdem ist er für mich wählbarer als sie. Er war Außenseiter, hat aber bei den Umfragen immer mehr aufgeholt. Ich hoffe, dass Clinton nervös wird und viele Fehler macht. Clinton als Präsidentin wäre mir ein Graus.

Und bei den Republikanern? Da beherrscht natürlich Trump die Schlagzeilen und vor Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass so ein „Trampel“ Kandidat wird, aber dieses Jahr ist es anders. Die Tea Party hat das Feld schon geebnet für so einen Kandidaten und nun wird Trump eventuell dafür die Kandidatur ernten. Er macht mir noch mehr Angst als Clinton, auch wenn nicht ganz sicher ist, ob er als Präsident so handeln würde, wie er sich jetzt gibt. Die Tea Party hat leider dafür gesorgt, dass man bei den Republikanern sehr weit nach rechts rücken muss, um Kandidat zu werden. Für die Präsidentschaftswahlen selbst muss man dann wieder in die Mitte, um auch für andere wählbar zu sein. Die Frage ist, ob dieser Spagat jemandem gelingen wird.

Es gibt bei den Republikanern zwei interessante Kandidaten, denen ich mehr zutraue. Das sind Rubio und Cruz. Der Rest hat entweder keine Chance oder ist zu extrem, wie Trump. Jeb Bush hat auch keine Chance, da der Name ihn hindern wird.

Die Vorwahlen werden aber interessant und so wie alle 4 Jahre wird es interessant, wann die aussichtslosen Kandidaten das Handtuch werfen werden. Dies ist allerdings nicht nur eine Frage der Wahlergebnisse, sondern auch des Geldes. Nur wer richtig viel Geld ausgeben kann, hat eine Chance. Und Kandidaten, die verlieren, werden weniger Geld bekommen. Trump ist da immun, da er selbst sehr viel Geld hat und nicht auf Spenden angewiesen ist.

Am 1. Februar sind die ersten Vorwahlen in Iowa und vielleicht gibt es schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Wahlen. Ich freue mich auch auf den 1. März, den sogenannten Super Tuesday, mit vielen Vorwahlen. Und spätestens nach dem 7. Juni werden wir wissen, welche 2 Kandidaten bei den Wahlen antreten werden. Mögen die beiden richtigen dabei sein.

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