Rezension zu „Schreib den verdammten Roman“ von Stephan Waldscheidt

Unter https://www.autorenwelt.de/magazine/magazine-bestellen gibt es derzeit ein Autoren-Sommerpaket zu kaufen und bei 19,90 € habe ich zugeschlagen, da ich eigentlich zu wenig Bücher über das Schreiben habe. Als erstes habe ich mir das Buch von Stephan Waldscheidt vorgenommen, da ich dachte, dass es am hilfreichsten wäre. Nach 105 Seiten habe ich aber abgebrochen und daher fällt diese Rezension sehr schlecht aus.

Was soll dieses Buch?

Das ist mal wieder ein Buch, das ich abgebrochen habe. Als ich es angefangen habe zu lesen, habe ich gehofft, zumindest ein wenig wissenswertes über das Schreiben eines Romans zu bekommen, wurde aber dabei arg enttäuscht. Das „Anti-Ratgeber“ auf dem Cover hätte mich gleich abschrecken sollen, denn genau so ein Buch ist es.

Das Buch ist in viele einzelne Kapitel aufgeteilt, die meisten 1-2 Seiten lang und leider nicht aufeinander aufgebaut. In diesen Kapiteln geht es zum Beispiel um Ironie (S. 67), Fremdwörter (auch S. 67) oder den ersten Satz (S. 95). Am Anfang steht ein Zitat, dann ein kurzer Text, ein Merksatz, manchmal dann noch ein kurzer Text und wieder ein Merksatz.

Der Autor hat versucht einen Ratgeber einfach umzudrehen und das ganze auch noch humoristisch zu verpacken. Ich persönlich finde, dabei ist er komplett gescheitert. Am Anfang, also die ersten maximal 10 Seiten, konnte ich noch darüber schmunzeln, danach fand ich es nur noch anstrengend und später lächerlich. Ich habe dennoch probiert, das Buch durchzulesen, um vielleicht etwas Interessantes zu entdecken, musste aber nach 105 Seiten abbrechen.

Für wen wäre das Buch etwas? Für Anfänger, die ihren ersten Roman schreiben wollen, sicherlich nicht. Dieser Anti-Ratgeber wird nicht weiterhelfen. Für Autoren, die schon länger schreiben, eigentlich nur, wenn sie einen ähnlichen Humor wie Waldscheidt haben. Für Leser, die etwas humoristisches Lesen wollen, wohl auch nicht, denn als Nicht-Autor versteht man wahrscheinlich nicht alles. Daher frage ich mich, für wen dieses Buch gedacht war und kann die Frage nicht beantworten.

Auch das Cover finde ich misslungen. Schon 2006 sollte klar gewesen sein, dass Rauchen nicht cool ist und als Coverbild ohne Bezug zum Thema finde ich es daher komplett ungeeignet.

Das Buch bekommt von mir daher nur 1 Stern und ich kann es nicht weiterempfehlen.

Ich habe zwar das Lesezeichen im Buch gelassen, wage aber zu bezweifeln, dass ich es noch einmal anfassen werde. Ich habe dann bei Amazon kurz einen Blick in andere Bücher von Waldscheidt geworfen, da ich mal überlegt habe, welche von ihm zu kaufen. Nachdem der Schreibstil dort aber so ähnlich ist und ich die Coverbilder  billig finde, werde ich diese Bücher sicherlich nicht kaufen. Ob ich die anderen beiden Bücher, die im Paket waren, lesen, weiß ich noch nicht. Es stellt sich für mich die Frage, aktuelle Bücher zu lesen, die noch im Regal warten, oder Bücher über den ersten Weltkrieg, um für meinen alternativweltgeschichtlichen Roman zu recherchieren. Da werde ich die Woche mal in mich gehen.

Ein Gedanke zu “Rezension zu „Schreib den verdammten Roman“ von Stephan Waldscheidt

  1. […] Die Autorenwahnsinn-Challenge hat mir einen Ansporn gegeben, mir doch einmal Schreibratgeber zuzulegen. Beim Uschtrin-Verlag gab es ja vor einiger Zeit schon eine Aktion, bei der ich zugegriffen habe. Allerdings war ich da von den Büchern nicht sehr angetan. (Siehe LINK) […]

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